Pariser Kathedrale Notre-Dame erhält im Herbst neue Fenster
Die bei einem Brand im Jahr 2019 schwer beschädigte Pariser Kathedrale Notre-Dame soll im Herbst neue Fenster erhalten. Die sechs von der Künstlerin Claire Tabouret entworfenen Glasfenster werden zwischen Oktober und November eingebaut und im Dezember der Öffentlichkeit präsentiert, wie die für die Restaurierungsarbeiten zuständige Behörde am Donnerstag mitteilte. Das Vorhaben wird von einigen Denkmalschützern kritisiert.
Die sechs Fenster stellen jeweils einen Vers der Bibel zu Pfingsten dar. Das Erzbistum von Paris hatte die "Herabkunft des Heiligen Geistes" als Thema ausgewählt. Sie sollen sechs der sieben Glasfenster im südlichen Seitenschiff des Langhauses ersetzen, die bei dem Brand im Jahr 2019 nicht beschädigt worden waren. Ihr geplanter Austausch hat heftige Kritik von Denkmalschützern ausgelöst, die die Sinnhaftigkeit und Kosten des Projektes in Frage stellen.
Die Installation der Fenster werde "noch einmal ein ganz großer Moment" für die Kathedrale sein, sagte die französische Kulturministerin Catherine Pégard bei einem Besuch der mit der Herstellung der Fenster beauftragten Werkstatt Simon-Marq in Reims im Nordosten Frankreichs. Die Ministerin wies die Kritik an dem Projekt zurück: "Wenn man diese sechs Fenster dort sehen wird, wo sie hingehören, werden meiner Meinung nach alle negativen Meinungen verfliegen."
Die berühmte Kathedrale auf der Seine-Insel Ile de la Cité war am 15. April 2019 durch ein Feuer schwer beschädigt worden. Der gesamte Dachstuhl brannte ab, der Vierungsturm stürzte brennend ins Kirchenschiff. Dank großzügiger Spenden aus aller Welt in Höhe von 846 Millionen Euro konnte die Kathedrale innerhalb von gut fünf Jahren gründlich restauriert werden.
Nach umfassenden Restaurierungsarbeiten wurde Notre-Dame im Dezember 2024 feierlich wiedereröffnet. Ein Jahr später zog das Bauwerk bereits mehr als elf Millionen Besucher an.
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