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Nach einem Wurf ins Eisbad: Weber im Finale - Röhler raus

Published on August 13, 2026 at 17:00

Souverän: Julian Weber — Ben STANSALL
Souverän: Julian Weber — Ben STANSALL

Ein Wurf reicht: Julian Weber hat es im Eiltempo ins Speer-Finale der Leichtathletik-EM in Birmingham geschafft. Der Europameister von 2022 warf im ersten Versuch 84,02 m und übertraf damit die geforderten 82,00 m deutlich. 

"Das war genau das Ziel. Ich war schon etwas aufgeregt, weil die Vorbereitung nicht so gut war. Jetzt ist mir echt ein Stein vom Herzen gefallen", sagte der Mainzer nach seinem Kurzauftritt bei Temperaturen deutlich über 30 Grad im ZDF: "Jetzt gehe ich ins Eisbad, und dann geht es am Samstag weiter." Das Finale beginnt um 21.01 Uhr.

Weber hatte vor vier Jahren in München seinen ersten großen internationalen Titel gewonnen, vor zwei Jahren in Rom reichte es zu Silber. In der laufenden Saison ist Weber mit 87,04 m die klare Nummer eins in Europa.

Auch Youngster Nick Thumm (21) schaffte mit deutlicher persönlicher Bestleistung von 83,49 m den direkten Einzug ins Finale. Ausgeschieden ist hingegen Thomas Röhler. Der Rio-Olympiasieger, der sich in diesem Jahr seiner früheren Form zumindest angenähert hatte, landete mit 78,67 m auf Gesamtplatz 14. Zum Einzug ins Finale der besten zwölf fehlten dem Jenaer 22 Zentimeter.

Bitter: Röhlers dritter und letzter Versuch wäre weit genug gewesen, beim Anlauf hatte er aber die Begrenzung der Bahn nach links übertreten. Bei der EM werfen zu dürfen, "war aber ein Meilenstein für mich auf dem Weg zu Olympia 2028. Die letzten sechs Jahre waren für mich schwierig."

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