Mehr als 5700 zusätzliche Todesfälle während Hitzewelle in Frankreich im Juni
Während der massiven Hitzewelle in der zweiten Junihälfte sind in Frankreich 5764 zusätzliche Todesfälle registriert worden. Alleine im Großraum Paris wurden 2000 Todesfälle mehr als üblich verzeichnet, wie die französische Gesundheitsbehörde am Mittwoch in Paris mitteilte. Die Statistik umfasse sämtliche Todesursachen, betonte die Behörde. Es sei noch unklar, wie viele davon direkt auf die Hitze zurückzuführen seien. Genauere Zahlen sollen im Herbst vorliegen.
Eine erhöhte Zahl von Todesfällen habe es in allen Altersgruppen ab 15 Jahren gegeben, erklärte die Behörde weiter. Allerdings waren zwei Drittel der Gestorbenen älter als 75 Jahre. Die Hälfte der Todesfälle konzentrierte sich auf drei Tage, vom 25. bis 27. Juni.
So eine frühe, intensive und lange Hitzewelle wie die in der zweiten Julihälfte hatte es in Frankreich noch nie gegeben. Sie betraf fast die gesamte Bevölkerung und dauerte insgesamt 16 Tage, vom 17. Juni bis zum 2. Juli - also vor Beginn der Sommerferien, als noch zahlreiche Sportwettkämpfe und Prüfungen stattfanden.
Sie war auch intensiver als die bislang schlimmste Hitzewelle in Frankreich von 2003, während der 15.000 Menschen gestorben waren. Im vergangenen Jahr hatte es über den ganzen Sommer verteilt insgesamt 5700 Hitzetote gegeben. Wissenschaftler gehen davon aus, dass Hitzewellen infolge des menschengemachten Klimawandels an Intensität und Häufigkeit zunehmen.
Latest stories
Sports Ausfall bis Ende September: Torhüter Seimen fehlt Stuttgart
Der VfB Stuttgart muss ohne seinen neuen Stammtorhüter Dennis Seimen in die Saison der Fußball-Bundesliga starten. Wie der Champions-League-Teilnehmer am Mittwoch mitteilte, steht der 20-Jährige aufgrund einer Muskelverletzung bis mindestens Ende September nicht zur Verfügung. Seimen verletzte sich an der Oberschenkelrückseite. Auch Offensivspieler Justin Diehl...
Sports Leichtathletin Kolberg sagt für Finals ab
Leichtathletin Majtie Kolberg hat kurzfristig ihre Teilnahme an den deutschen Meisterschaften in Bochum-Wattenscheid abgesagt. Wie die Mittelstreckenläuferin von der LG Kreis Ahrweiler am Mittwoch in den sozialen Netzwerken mitteilte, entschied sie sich mit Blick...
Wirtschaft KI von OpenAI macht sich bei Test selbständig und unternimmt Hackerangriff
Während eines Sicherheitstests haben sich KI-Modelle des Unternehmens OpenAI selbständig gemacht und einen Hackerangriff auf eine beliebte Programmierplattform unternommen. Es handele sich um einen "nie dagewesenen Cybervorfall", erklärte das Unternehmen aus San Francisco am Dienstag. OpenAI werde eine gemeinsame Untersuchung mit der betroffenen Online-Code-Bibliothek Hugging Face unternehmen. Das Bundesdigitalministerium sieht mit...