Machtkampf der Verbände: Klaveness fordert "echte Veränderungen"
Norwegens Verbandspräsidentin Lise Klaveness sieht in der Einigung der Europäischen Fußball-Union (UEFA) auf einen Boykott aller FIFA-Turniere eine große Chance. "Wir müssen diesen Moment jetzt nutzen, um die Prinzipien guter Unternehmensführung zu stärken und echte Veränderungen zu bewirken", sagte die Präsidentin des norwegischen Fußball-Verbandes NFF, die als FIFA-Kritikerin bekannt ist.
Es sei "leider keine Überraschung, dass wir jetzt eine solche Verletzung von guter Unternehmensführung und Vertrauen erleben", sagte Klaveness. "Wie der NFF in vielen Fällen betont hat, wurden große Entscheidungen im Laufe der Zeit einseitig vom Präsidenten der FIFA getroffen, ohne angemessene Verfahren." Sie könne, sagte Klaveness, "keinen Prozess akzeptieren, bei dem ein Projekt, das den Kern unseres gemeinsamen Modells verändert, heimlich entwickelt wird, außerhalb der gewählten Gremien, und als fertige Entscheidung ohne jegliche Konsultation präsentiert wird". Der NFF lud für Freitagvormittag (11.00 Uhr) zu einer Pressekonferenz ein.
Das UEFA-Statement war die Reaktion auf den Plan des FIFA-Präsidenten Gianni Infantino, Anteile an der Fußball-WM und anderen Turnieren an private Investoren zu verkaufen.
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