Sports

Machtkampf der Verbände: Klaveness fordert "echte Veränderungen"

Published on Juli 30, 2026 at 19:23

FIFA-Kritikerin: Lise Klaveness — JON OLAV NESVOLD
FIFA-Kritikerin: Lise Klaveness — JON OLAV NESVOLD

Norwegens Verbandspräsidentin Lise Klaveness sieht in der Einigung der Europäischen Fußball-Union (UEFA) auf einen Boykott aller FIFA-Turniere eine große Chance. "Wir müssen diesen Moment jetzt nutzen, um die Prinzipien guter Unternehmensführung zu stärken und echte Veränderungen zu bewirken", sagte die Präsidentin des norwegischen Fußball-Verbandes NFF, die als FIFA-Kritikerin bekannt ist.

Es sei "leider keine Überraschung, dass wir jetzt eine solche Verletzung von guter Unternehmensführung und Vertrauen erleben", sagte Klaveness. "Wie der NFF in vielen Fällen betont hat, wurden große Entscheidungen im Laufe der Zeit einseitig vom Präsidenten der FIFA getroffen, ohne angemessene Verfahren." Sie könne, sagte Klaveness, "keinen Prozess akzeptieren, bei dem ein Projekt, das den Kern unseres gemeinsamen Modells verändert, heimlich entwickelt wird, außerhalb der gewählten Gremien, und als fertige Entscheidung ohne jegliche Konsultation präsentiert wird". Der NFF lud für Freitagvormittag (11.00 Uhr) zu einer Pressekonferenz ein.

Das UEFA-Statement war die Reaktion auf den Plan des FIFA-Präsidenten Gianni Infantino, Anteile an der Fußball-WM und anderen Turnieren an private Investoren zu verkaufen.

© 2008-2026 Sport-Informations-Dienst

Latest stories

Sports Nationalspieler zurück: Bayern feiern lockeren Testsieg

Der FC Bayern hat sein Kurz-Trainingslager am Tegernsee bei der Rückkehr der deutschen Nationalspieler mit einem standesgemäßen Testspielsieg beschlossen. Der deutsche Fußball-Rekordmeister bezwang den FC Rottach-Egern aus der Kreisklasse Zugspitze vor den Augen von Ehrenpräsident Uli Hoeneß souverän mit 15:0 (6:0). Für DFB-Kapitän Joshua Kimmich und die anderen deutschen WM-Teilnehmer, die am Montag die Vorbereitung aufgenommen hatten, war das Duell in sengender Hitze der erste...

30 Juli 2026 — vor 24 minutes

Weltgeschehen Russland setzt Telegram-Chef Durow auf "Terroristen"-Liste

Russland hat den Chef des Onlinedienstes Telegram, Pawel Durow, als "Terroristen und Extremisten" eingestuft. Der Name des 41-Jährigen war am Donnerstag auf einer entsprechenden schwarzen Liste der russischen Finanzbehörde Rosfinmonitoring zu finden. Zur Begründung erklärte der russische Geheimdienst FSB, Telegram habe zugelassen, dass der ukrainische Geheimdienst die Plattform dazu nutze, Russen für Angriffe...

30 Juli 2026 — vor 31 minutes