LIV stellt Insolvenzantrag: "Weiterentwickeln und verbessern"
Gut fünf Monate nach dem angekündigten Rückzug des saudi-arabischen Staatsfonds PIF als Hauptgeldgeber hat die Golfserie LIV in den USA einen Insolvenzantrag gestellt. Dadurch soll es eine Zukunft für das 2022 als Konkurrenz für die PGA-Tour ins Leben gerufene Projekt geben, in das der Staatsfonds geschätzt fünf Milliarden Dollar investiert hat.
"Dieses Verfahren verschafft uns die Struktur und die Zeit, um eine wegweisende Transaktion voranzutreiben und das nächste Kapitel von LIV Golf aufzuschlagen", sagte Scott O'Neil. Erst vor gut vier Wochen hatte der Geschäftsführer mitgeteilt, dass LIV einen neuen Geldgeber gefunden habe - ohne konkreter zu werden. Laut Mitteilung vom Dienstag hat die Serie eine Vereinbarung zur Unterstützung der Restrukturierung mit der Investmentfirma BC Partners Credit geschlossen.
Es würden noch "keine endgültigen Entscheidungen bezüglich des Turnierkalenders für 2027 oder einzelner Veranstaltungen bekannt gegeben", hieß es. Und weiter: "Unser Ziel ist es nicht nur, das Bestehende zu bewahren. Wir wollen es weiterentwickeln und verbessern." Geplant sei ein nachhaltiges Geschäftsmodell mit "einer engeren Verbindung zwischen Spielern und Liga". Das Teilnehmerfeld solle auf 75 Spieler erweitert und ein Cut eingeführt werden.
Vieles wird davon abhängen, ob Topstars wie Bryson DeChambeau und Jon Rahm bleiben. Das Unternehmen befindet sich nach eigenen Angaben weiter in Gesprächen mit Profis, unter anderem über "die Schaffung einer Eigentümerstruktur, die die Interessen der Spieler mit dem langfristigen Erfolg der Liga in Einklang bringt".
Berichten zufolge werden mehrere LIV-Stars mit einer möglichen Rückkehr zur PGA-Tour in Verbindung gebracht. Die PGA hat erklärt, sie plane derzeit nicht, LIV-Spielern einen Weg zurück zu ermöglichen.
LIV startete vor vier Jahren und warb mit satten Prämien einige der größten Namen des Golfsports von der PGA-Tour ab, darunter Dustin Johnson, Phil Mickelson, DeChambeau und auch den zweimaligen Major-Gewinner Martin Kaymer (Mettmann). Die PGA schloss daraufhin die LIV-Golfer von ihren Veranstaltungen aus. Vertreter Saudi-Arabiens kündigten Ende April jedoch ihren Rückzug zum Ende der Saison 2026 an.
© 2008-2026 Sport-Informations-Dienst
Latest stories
Weltgeschehen Störung bei britischer Flugsicherung: Mehr als 1000 Flüge ausgefallen
Wegen einer technischen Panne sind an britischen Flughäfen am Dienstag mehr als 1000 Flüge ausgefallen. Laut der Tracking-Website Flightradar24 wurden bis zum Abend insgesamt 1055 Flüge von und zu britischen Flughäfen gestrichen. "Die Behebung des heutigen Systemproblems hat länger gedauert, als wir erwartet hatten", teilte...
Sports Real startet mit Sieg - auch City erfolgreich
Rückkehrer José Mourinho ist bei Real Madrid mit einem Erfolg in seine Champions-League-Mission gestartet. Der Portugiese gewann mit Real bei seinem ersten Königsklassen-Spiel als Trainer der Königlichen nach über 13 Jahren mit 2:1 (2:0) gegen seinen Ex-Klub Inter Mailand. Manchester City startete dank Stürmerstar Erling Haaland derweil...
Weltgeschehen US-Gericht stoppt Weitergabe von Migranten-Steuerdaten an ICE
Die umstrittene US-Einwanderungsbehörde ICE darf keinen Zugriff auf vertrauliche Steuerzahlerdaten von Migranten ohne Aufenthaltstitel erhalten. Das Berufungsgericht für den Hauptstadtbezirk Washington erklärte eine Vereinbarung von ICE mit der Steuerbehörde IRS aus dem vergangenen Jahr am Dienstag für rechtswidrig. Das Gericht bestätigte ein erstinstanzliches Urteil, das die Weitergabe der...