Kapitän sauer auf Klub: Abstiegskampf statt WM-Finale
Stell dir vor, du gewinnst eine VIP-Reise zum WM-Finale - und dein Arbeitgeber sagt: nein! So ist das Dan Peter Ulvestad passiert, und der Mann ist jetzt mächtig sauer. Dabei ist der Norweger nicht irgendein Fan, sondern Kapitän und Rekordspieler des Erstligisten Kristiansund BK. Doch genau das ist das Problem.
Weil der KBK am vergangenen Samstagnachmittag im Abstiegskampf gegen Sarpsborg 08 (0:0) gefordert war, ließ ihn sein Klub die Reise am Freitag nicht antreten. Ulvestand stand 90 Minuten lang auf dem Platz und startete erst danach den mehr als 40.000 Euro teuren Trip. Er fuhr neun Stunden mit dem Auto nach Bergen, flog nach Amsterdam - und blieb hängen. Der Anschluss nach New York verspätete sich um Stunden, Ulvestad wäre erst 20 Minuten vor Anpfiff gelandet - zu spät. Er verzichtete auf den Weiterflug, Vater Rune wartete im Stadion vergeblich auf ihn.
"Es war schrecklich", sagte Ulvestad dem norwegischen Rundfunk NRK. Die Chance auf ein WM-Finale, ergänzte der 37-Jährige, werde "nie wieder" kommen. Er müsse "aufpassen", was er jetzt über seinen Klub sage, betonte er. Seine Gedanken über Klubchef Christian Gauseth jedenfalls werde er nicht teilen.
Der Geschäftsführer verwies bei NRK darauf, dass das Spiel gegen Sarpsborg nunmal zu wichtig gewesen sei. "In unserer Situation kann jeder Punkt entscheidend sein. Da wäre es nicht zu verantworten gewesen, auf unseren Anführer zu verzichten", sagte er.
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