Institut: Fast 4500 Hitzetote in Spanien seit Beginn dieses Sommers
In Spanien sind seit Beginn des Sommers bereits fast 4500 Menschen im Zusammenhang mit der Hitze gestorben. Laut Daten des Gesundheitsinstituts Carlos III., welche die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag einsehen konnte, wurden vom 1. Juni bis zum 19. August 4458 Hitzetote registriert.
Dies waren deutlich mehr als im Vergleichszeitraum der vergangenen beiden Jahre: 2025 waren in der gleichen Zeitspanne 3073 Hitzetote gezählt worden und im Jahr davor 1890. 2022 waren im Vergleichszeitraum hingegen mit 4520 Hitzetoten noch einige Fälle mehr registriert worden als dieses Jahr.
Die Angaben des Instituts Carlos III. werden täglich veröffentlicht und regelmäßig überprüft. Die Schätzungen beruhen auf einem System mit dem Namen Momo, der sich von dem Begriff "Mortalitätsmonitoring" ableitet. Dafür werden die täglichen Totenzahlen in Spanien mit den beruhend auf historischen Daten zu erwartenden Totenzahlen verglichen. Die Differenz wird dann mit Faktoren wie den Temperaturen im Land in Beziehung gesetzt.
Spanien mit seinen rund 49 Millionen Einwohnern sowie ein großer Teil Europas haben in diesem Sommer unter besonders starken und langen Hitzewellen gelitten, die unter anderem zu verheerenden Waldbränden beitrugen. So war der vergangene Monat zusammen mit dem Juli 2022 der heißeste Juli in Spanien seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Außerdem verzeichnete der spanische Wetterdienst Aemet dieses Jahr den trockensten Juli seit Beginn der Aufzeichnungen 1961.
Auch Deutschland erlebte dieses Jahr einen sehr heißen Sommer. Laut dem am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) gab es dabei bis zum 9. August schätzungsweise bereits 14.000 hitzebedingte Todesopfer.
Latest stories
Topthemen Drogen und Kosmetik in Haftanstalt geschmuggelt: Großrazzia in Bremen und Niedersachsen
In Bremen und Niedersachsen sind Ermittler zu einer Großrazzia wegen mutmaßlichen Schmuggels von Drogen und verbotenen Gegenständen in einer Haftanstalt ausgerückt. Sie durchsuchten am Donnerstag unter anderem zehn Zellen in der Justizvollzugsanstalt Bremen-Oslebshausen sowie elf Wohnungen in Bremen und Niedersachsen, wie die Staatsanwaltschaft in Bremen mitteilte. Ermittelt wird demnach gegen...
Deutschland 43-Jähriger soll in Schleswig-Holstein Mann getötet haben - zuvor mit Grill beworfen
Ein 43-Jähriger soll in Schleswig-Holstein einen Mann getötet haben. Das 44 Jahre alte Opfer soll zuvor mit einem heißen Grill nach ihm geworfen haben, wie die Polizei in Flensburg am Donnerstag mitteilte. Demnach ereignete sioch die Tat bereits am 1. Mai in...
Wirtschaft Evergrande-Gründer in China zu lebenslanger Haft verurteilt
Schlussstrich nach dem Zusammenbruch des einst größten Immobilienkonzern Chinas: Der Gründer des insolventen Immobilienriesen Evergrande, Xu Jiayin, ist zu lebenslanger Haft verurteilt worden, wie das zuständige Gericht am Donnerstag in Shenzhen im Onlinedienst WeChat verkündete. Xu würden zudem lebenslänglich alle politischen Rechte entzogen, sein gesamtes persönliches Eigentum werde beschlagnahmt. Evergrande wurde demnach fünf...