Immer wieder Infantino im Bild: FIFA bestreitet TV-Vorgabe
FIFA-Präsident Gianni Infantino wird bei seinen Besuchen der WM-Spiele regelmäßig von den TV-Kameras eingefangen - eine entsprechende Anordnung soll es diesmal jedoch nicht geben. In einer Stellungnahme, aus der das Portal The Athletic am Montag zitiert, wies der Fußball-Weltverband die Behauptung als "irreführend" zurück, wonach Infantino während eines WM-Spiels mindestens einmal von den Kameras in den Fokus gerückt werden müsse.
Laut The Athletic besteht dennoch eine Vereinbarung zwischen der FIFA und dem WM-Produktionsunternehmen HBS. Darin soll geregelt sein, dass in jeder Halbzeit ein sogenannter "dignitary shot", die Aufnahme eines Würdenträgers, gezeigt werden muss. Dazu gehören beispielsweise Staatsoberhäupter, Verbandsfunktionäre oder Prominente.
"Es ist gängige Praxis, dass Sitzplätze für Fußballfunktionäre, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und Prominente – unabhängig davon, um wen es sich handelt – im Rahmen des regulären Ablaufs der TV-Übertragung gezeigt werden", sagte ein FIFA-Sprecher. HBS liefert die Bilder an alle Rechteinhaber, darunter auch ARD, ZDF oder MagentaTV.
Rund um die WM 2022 in Katar hatte die Times von einer entsprechenden Vorgabe berichtet. Demnach habe es damals die Empfehlung für Regisseure gegeben, Infantino einmal pro Spiel zu zeigen. In den USA, Mexiko und Kanada besuchte der FIFA-Chef zuletzt dank der Reisen in einem katarischen Privatjet teilweise zwei Partien pro Tag. Derzeit befindet sich Infantino im Wahlkampf, 2027 will er sich im Amt bestätigen lassen.
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