Griechenland: Mehr als 280 Menschen seit Jahresbeginn wegen Brandstiftung festgenommen
Im seit Wochen von schweren Waldbränden getroffenen Griechenland sind seit Jahresbeginn mehr als 280 Menschen wegen mutmaßlicher Brandstiftung festgenommen worden. Wie ein Sprecher der Feuerwehrbehörde im staatlichen Rundfunk ERT weiter sagte, wird 252 der Festgenommenen fahrlässige Brandstiftung vorgeworfen, 29 sollen die Feuer vorsätzlich gelegt haben.
In der nordgriechischen Großstadt Thessaloniki wurde am Mittwoch laut ERT ein 59-Jähriger festgenommen, der an fünf Bränden binnen zwei Wochen beteiligt gewesen sein soll. In der um die Hauptstadt Athen gelegenen Region Attika wurde örtlichen Medien zufolge gegen einen 33-Jährigen ein Bußgeld in Höhe von 3000 Euro verhängt, weil er in einem Waldgebiet einen tragbaren Grill entzündet hatte.
Die konservative griechische Regierungsmehrheit hinter Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis hatte im Jahr 2024 die Strafen für Brandstiftung deutlich erhöht. Seither ist bei einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe von bis zu 20 Jahren möglich, Geldstrafen können bis zu einer Höhe von 200.000 Euro verhängt werden.
In Griechenland herrscht weiterhin hohe Waldbrandgefahr. In den vergangenen Tagen hatte ein Großbrand nordwestlich von Athen mehr als 11.000 Hektar Kiefernwald, Buschgebiet und landwirtschaftliche Flächen verwüstet. Der Feuerwehr gelang es aufgrund heftigen Winds erst nach fünf Tagen, die Flammen unter Kontrolle zu bringen.
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