DFB: Ermittlungen im "Fall Freigang" dauern noch an
Das Verfahren im "Fall Laura Freigang" dauert kurz vor dem Pflichtspielauftakt von Eintracht Frankfurt nach Angaben des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) noch an. Die Ermittlungen des DFB-Kontrollausschusses seien "aufgrund des umfangreichen Sachverhalts und der komplexen medizinischen und rechtlichen Fragestellungen sehr zeitintensiv", teilte der DFB auf SID-Anfrage mit.
Es würden im "Interesse aller Beteiligter Sorgfalt und Gründlichkeit vor Schnelligkeit" gehen, führte der Verband aus, zudem müssten auch immer rechtliche Fristen eingehalten werden. Seit Anfang Juni liegt die Causa beim DFB, zuvor hatte die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) drei Meldeversäumnisse im Zusammenhang mit Dopingkontrollen innerhalb von zwölf Monaten bekannt gegeben.
Nach Prüfung der Unterlagen habe der DFB-Kontrollausschuss "ein entsprechendes Verfahren gegen die Spielerin eingeleitet. Dieser wurde zunächst Gelegenheit gegeben, zu dem Vorgang eine schriftliche Stellungnahme abzugeben", erklärte der Verband zum Vorgehen seither. Wann eine mögliche Entscheidung durch die unabhängigen Rechtsinstanzen des DFB erfolge, sei "momentan noch rein spekulativ".
Bei drei "Strikes" ist als Strafmaß eine Sperre von bis zu zwei Jahren vorgesehen, Freigang selbst sprach von "Missverständnissen". Für die Eintracht-Kapitänin und ihren Klub steht am Mittwoch (19.00 Uhr) der Start in die Champions-League-Qualifikation gegen Omonia Nikosia an. Dabei ist Freigang fest eingeplant.
"Laura Freigang ist bis zu einem möglichen Urteil ein fester Bestandteil unseres Kaders, eine wichtige Führungsspielerin und wird bis dahin selbstverständlich auch für uns in Pflichtspielen zum Einsatz kommen", sagte Eintracht-Direktorin Katharina Kiel auf SID-Anfrage: "Als Klub stehen wir hinter Laura und sie erhält von uns im Rahmen unserer Möglichkeiten die maximale Unterstützung."
© 2008-2026 Sport-Informations-Dienst
Latest stories
Weltgeschehen Ukrainischer Verlag: Acht Millionen Bücher durch russischen Angriff verbrannt
Nach einem russischen Angriff auf ein Warenlager im Osten der Ukraine sind am Wochenende ukrainischen Angaben zufolge Millionen Bücher verbrannt. "Mehr als acht Millionen Bücher wurden in dem Feuer zerstört, darunter Lehrbücher für Kinder", teilte der Verlag Ranok am Montag in Onlinenetzwerken mit. Es handele sich um "den größten Verlust in der...
Wirtschaft Bericht: Preis für Deutschlandticket könnte ab 2027 auf 66,40 Euro steigen
Der Preis für das Deutschlandticket könnte laut Berechnungen des "Tagesspiegel" ab 2027 um 3,40 Euro steigen und dann 66,40 monatlich kosten. Grundlage für die Berechnung ist demnach der von der Verkehrsministerkonferenz beschlossene Preisindex - er besteht aus dem Kostenindex, in den Personal- und Energiekosten einfließen, sowie dem Wertfaktor. Damit wird ausgeglichen, dass die Zuschüsse von Bund und...
Deutschland Unter Drogen stehende Nackte greift in Nürnberg Passanten und Polizisten an
Eine mutmaßlich unter Drogen stehende, nackte Frau hat in Nürnberg randaliert sowie Passanten und Polizisten angegriffen. Die 39-Jährige beschädigte am Samstag unter anderem die Windschutzscheibe eines Auto sowie das Handy eines Busfahrers und schlug einem Unbeteiligten mit der Faust gegen den Kopf, wie die Polizei in Nürnberg am Montag mitteilte. Ein weiterer Mann...