Deschamps über Favoritenrolle: "Erwartungen an Spanien hoch"
Vor dem Halbfinal-Showdown gegen Europameister Spanien hat Didier Deschamps die Favoritenrolle zum Gegner geschoben. "Ich kann bestätigen, dass sie die Favoriten sind", sagte Frankreichs Nationaltrainer bei einer Pressekonferenz am Montag in Dallas. Er wolle Spaniens Coach Luis de la Fuente vor dem Duell am Dienstag (21.00 MESZ/ZDF und MagentaTV) "nicht unter Druck setzen, aber die Erwartungen an Spanien sind hoch."
De la Fuente zeigte sich unbeeindruckt von den Worten seines Gegenübers. "Favorit zu sein, bedeutet mir nichts. Es ist nicht ausschlaggebend", sagte der Trainer auf der Pressekonferenz der Spanier. Ein Weltmeistertitel "wäre die Krönung". De la Fuente sieht unter den vier Halbfinal-Teilnehmern keinen eindeutigen Favoriten. "Wir sind alle großartige Mannschaften", sagte er: "Es herrscht große Ausgeglichenheit. Keine ist besser als die andere." Im zweiten Halbfinale stehen sich am Mittwoch England und Argentinien gegenüber.
Deschamps verwies auf die gute Defensive der Iberer, die in sechs Spielen bislang nur einen Gegentreffer kassiert haben. "Es wird mit Sicherheit ein spektakuläres Spiel", so der 57-Jährige, der nach dem Turnier nach dann 14 Jahren seinen Posten bei der Équipe Tricolore räumen wird.
Dass Vize-Weltmeister Frankreich die letzten Duelle gegen Spanien verloren hat - darunter das EM-Halbfinale 2024 (1:2) und das Halbfinale der Nations League im vergangenen Jahr (4:5) - ficht Deschamps nicht an. "Hier gibt es keine Lehren zu ziehen", sagte der Weltmeister-Trainer von 2018, "es gibt eine Wahrheit auf dem Platz". Ähnlich formulierte es de la Fuente. Frankreich habe sich seitdem "verbessert. Ihre Leistung ist jetzt besser." Doch auch seine Mannschaft, die inzwischen seit 36 Pflichtspielen unbesiegt ist, habe einen Schritt nach vorn gemacht.
Frankreich peilt am Mittwoch den Einzug ins dritte WM-Finale in Serie an - und das ausgerechnet am Nationalfeiertag des Landes. "Der 14. Juli ist ein symbolträchtiger Tag für Frankreich. Ich wusste nicht, dass wir zum ersten Mal an diesem Tag spielen", sagte Deschamps und betonte: "Wir werden alles geben, um zu gewinnen und ins Finale einzuziehen." Drei WM-Endspiele hintereinander hat in der Geschichte bislang nur Brasilien (zwischen 1994 und 2002) erreicht.
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