"Causa Balogun": Claus erhält Zuspruch von Brasiliens Verband
In der "Causa Balogun" hat sich der brasilianische Fußballverband CBF eingeschaltet und sich vor seinen Schiedsrichter Raphael Claus gestellt. Der 46-jährige war wegen seiner Schiedsrichterentscheidung im WM-Sechzehntelfinale zwischen den USA und Bosnien-Herzegowina ins Visier von US-Präsident Donald Trump geraten. Trump hatte Claus mit Blick auf dessen Vergangenheit als "ein bisschen suspekt" bezeichnet. Der CBF nahm Claus hingegen demonstrativ in Schutz.
"Der CBF weist jede Andeutung zurück, die die Integrität von Raphael Claus in Frage stellt. Er ist ein vorbildlicher Fachmann, dessen Karriere durch technische Bewertungen, konstante Leistungen und das Vertrauen der wichtigsten nationalen und internationalen Wettbewerbe umfassend untermauert wird", heißt es in einer Stellungnahme vom Montag, die der brasilianischen Zeitung Globo vorliegt.
Claus hatte US-Stürmer Folarin Balogun wegen eines Fouls an Tarik Muharemovic am vergangenen Donnerstag die Rote Karte gezeigt, wodurch Balogun ursprünglich für das Achtelfinale gegen Belgien am Dienstag (2.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) aufgrund der auferlegten Sperre gefehlt hätte.
Anschließend hatte Trump bei FIFA-Präsident Gianni Infantino angerufen, um sich über die Ein-Spiel-Sperre von Balogun zu beschweren. Die Sperre von Balogun wurde letztlich aufgehoben. Infantino betonte am Montag indes, dass das Präsidium des Weltverbandes auf die Entscheidung keinen Einfluss gehabt haben soll.
Als Trump am Montag gegenüber Reportern im Weißen Haus zugab, mit Infantino wegen Balogun gesprochen zu haben, war er dabei auch auf Schiedsrichter Claus zu sprechen gekommen. "Er hat eine Entscheidung getroffen, die niemand glauben konnte", kritisierte Trump. Balogun sei der beste Spieler der USA, "und er hat ihm die Rote Karte gegeben. Ich wusste gar nicht, was das bedeutet."
Während Trump mit seinem Anruf bei seinem Freund Infantino weltweit einen Aufschrei wegen einer möglichen Einflussnahme auf die Entscheidungsfindung der FIFA auslöste, stärkte der CBF die Position seines Schiedsrichters: "Der CBF bekräftigt sein Bekenntnis zur Wahrheit, zur Transparenz und zur kompromisslosen Verteidigung seiner Fachleute."
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