Box-Weltmeister Kabayel: "Der Pott pocht in mir"
Agit Kabayel, Deutschlands frisch gebackener Box-Weltmeister im Schwergewicht, ist stolz auf seine Geschichte und seine Wurzeln. "Der Pott pocht in mir", sagte der 33-Jährige im Interview mit der FAZ. Vor zwei Wochen hatte der Verband World Boxing Council (WBC) den Bochumer zum Champion erklärt, nachdem der ukrainische Titelträger Alexander Usyk zurückgetreten war.
"Ich habe eine Underdog-Story geschrieben, meine eigene Underdog-Story", freut sich Kabayel und meint damit vor allem seinen Weg vom "Ruhrpott-Jungen" zum Weltmeister. Kabayel wuchs in Bochum-Wattenscheid auf und schaffte es aus dem "Pott" bis an die Spitze des Boxsports.
Im Interview ging es auch um seine Verbindung zu Fußballnationalspieler Deniz Undav. Beide haben kurdische Wurzeln und wurden aufgrund dessen in der Vergangenheit Ziel rassistischer Anfeindungen. "Das ist schon sehr, sehr traurig. Meine Eltern sind seit 40 Jahren hier, ich seit 33 Jahren. Ich bin hier geboren, bin hier aufgewachsen. Ich fühle mich Deutsch und werde von meinem eigenen Land fertiggemacht, weil ich auch kurdische Wurzeln habe", erklärte Kabayel und führte aus, dass solche "Idioten" endlich begreifen müssen, dass "auch ein Deniz Undav, ein Antonio Rüdiger, ein Agit Kabayel Deutschland repräsentieren, und das mit Stolz."
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