113. Tour de France: Vorschau auf die 13. Etappe
Schluss mit den Flachetappen, zurück ins Gebirge: So lautet das Motto der 13. Tour-Etappe, wenngleich das Streckenprofil des Teilstücks von Dole nach Belfort am Freitag für eine Bergetappe eher unspektakulär anmutet. Lediglich ein Anstieg der dritten sowie mit dem Ballon d'Alsace einer der ersten Kategorie stehen auf dem Programm.
Dafür aber, und damit zur Besonderheit dieser 13. Etappe, wird es ein langer Tag im Sattel. Mit 205,8 km ist der Ritt nach Belfort der längste der diesjährigen Tour. Wobei das wiederum ein Fakt ist, über den die Fahrer der frühesten Tour-Ausgaben nur müde lächeln würden, so sie es denn noch könnten. Denn damals, Anfang des 20. Jahrhunderts, erstreckten sich einzelne Teilstücke auch gerne mal über 400 km. Und selbst noch in den Nullerjahren des 21. Jahrhunderts stellten 200-km-Etappen keine Seltenheit dar.
Bei der diesjährigen Tour ist die 13. die einzige derart lange Etappe. Und dabei eine, bei der sich Ausreißer große Hoffnungen auf einen Tagessieg machen werden. Gut möglich, dass sich eine große Spitzengruppe vom Feld löst, und den Sieger unter sich ausmacht.
Die Vorentscheidung könnte dann am Ballon d'Alsace fallen. Ein 1173-Meter-Berg, der auch unter dem deutschen Namen Elsässer Belchen tiefe Spuren in der frühen Tour-Historie hinterlassen hat. 1905 wurden die Fahrer auf ihren schweren Stahlrädern erstmals darüber gescheucht. Das zweite Teilstück der damaligen Tour mit der Überfahrung des Elsass-Berges gilt als erste Bergetappe in der Geschichte der 1903 ins Leben gerufenen Rundfahrt.
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