Trump spricht von "Invasion" in Ceuta und ruft zur Wahl der Republikaner auf
US-Präsident Donald Trump hat die Ankunft zehntausender marokkanischer Migranten in der spanischen Exklave Ceuta mit einer "Invasion" verglichen. "Es sieht aus wie eine Invasion eines Landes durch Hunderttausende von Menschen", sagte Trump am Freitag bei einer Kabinettssitzung in Camp David. Nach Angaben der Behörden von Ceuta erreichten bisher rund 60.000 Menschen das spanische Gebiet in Nordafrika, mehr als 48.000 kehrten aber nach Angaben des spanischen Innenministeriums bereits wieder nach Marokko zurück.
Er habe sich die "Katastrophe" im Fernsehen angeschaut, sagte Trump weiter. Er leitete daraus eine Warnung für die US-Kongresswahlen am 3. November ab: "Dasselbe wird bei uns passieren, wenn die Republikaner nicht gewählt werden – nur noch schlimmer, in noch größerem Ausmaß."
In einem Telefoninterview mit seinem Haussender Fox News hatte er die Bilder aus Ceuta "schrecklich" genannt. Wenn die Demokraten die sogenannten Midterms gewinnen würden, werde es kein sehr gutes Leben mehr in den USA geben.
Trumps Vizepräsident JD Vance veröffentlichte im Onlinedienst X Bilder von Migranten in Ceuta und schrieb von einer "Invasion des Westens". Dafür machte er eine "radikal linke" Politik verantwortlich. Der stellvertretende Stabschef des Weißen Hauses, Stephen Miller, veröffentlichte ein Video von ankommenden Migranten in Ceuta und schrieb dazu: "Die Demokraten werden zusehen, wie euer Zuhause von Eindringlingen niedergetrampelt und gestohlen wird – und sie werden sich darüber freuen."
Trump sieht die USA einer "Invasion" aus Lateinamerika ausgesetzt. Er hatte ein Kriegsgesetz von 1798 reaktiviert, um Migranten massenhaft zu inhaftieren und abzuschieben. Zudem baute er die Grenzanlagen zu Mexiko aus.
Vor den Zwischenwahlen zum Kongress in gut drei Monaten liegen Trumps Republikaner in Umfragen hinter den Demokraten. Trump wirft der Opposition vor, sie habe Millionen Kriminelle ins Land geschleust.
In Ceuta hatten binnen weniger Tage zehntausende Migranten aus Marokko die Grenze überquert. Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez sprach von einem "Angriff" auf die territoriale Integrität seines Landes.
Trump hatte den Nato-Partner Spanien zuletzt wiederholt für seine mangelnde Unterstützung im Iran-Krieg kritisiert und dem Land mit Strafzöllen gedroht. Dagegen näherte sich Trumps Regierung Marokko an.
Erst am 26. Juli verkündete der US-Präsident, Marokko habe eine im Januar fertiggestellte Fernstraße zwischen Tiznit und Dakhla in der Westsahara nach ihm benannt. Er sprach in seinem Onlinedienst Truth Social von einer "großen Ehre" und dankte König Mohammed VI. Die marokkanische Regierung bestätigte dies bisher nicht.
Latest stories
Sports Bayern-Vorstand Kasper: "Bundesliga muss weitsichtiger denken"
Nach Bayern Münchens Vorstandschef Jan-Christian Dreesen hat nun auch Marketing-Vorstand Rouven Kasper die Bundesliga zu größeren Anstrengungen bei der Internationalisierung aufgefordert. "Nach der Saison war Leipzig auf Reisen, außer uns ist in diesem Sommer nur Dortmund unterwegs, im September fliegt Paderborn in die USA. Das ist viel zu wenig! Die Bundesligisten müssen weitsichtiger denken", sagte Kasper...
Topthemen Spanisches Innenministerium: Mehr als 37.500 Migranten aus Ceuta nach Marokko zurückgekehrt
Nach dem Ansturm zehntausender Migranten auf die spanische Exklave Ceuta in Nordafrika sind nach offiziellen Angaben fast zwei Drittel von ihnen in das angrenzende Marokko zurückgekehrt. Bis zum Freitagnachmittag hätten sich "mehr als 37.500" zunächst in Ceuta eingetroffene Menschen wieder nach Marokko begeben, teilte das spanische Innenministerium der Nachrichtenagentur AFP mit. In den vergangenen Tagen...
Deutschland USA und Deutschland warnen vor IT-Experten aus Nordkorea
Die USA, Deutschland und neun weitere verbündete Länder haben ihre Unternehmen vor IT-Fachleuten aus Nordkorea gewarnt. Diese sicherten sich unter falscher Identität Jobs in Telearbeit und trügen dazu bei, "die rechtswidrigen Kernwaffen- und Raketenprogramme Nordkoreas" zu finanzieren, hieß es in der gemeinsamen Erklärung, die auch...