Nach Flugchaos wegen Vulkanausbruchs: Flughäfen in Indonesien nehmen Betrieb wieder auf
Nach dem tagelangen Chaos im Flugverkehr wegen eines Vulkanausbruchs in Indonesien haben die meisten Flughäfen ihren Betrieb inzwischen wieder aufgenommen. Neben vier weiteren Flughäfen öffnete auch der größte Flughafen des südostasiatischen Inselstaats, der internationale Flughafen Soekarno-Hatta nahe der Hauptstadt Jakarta, am Dienstag wieder, wie das Verkehrsministerium im Onlinedienst Instagram mitteilte. Das durch den Ausbruch des Vulkans Anak Krakatau ausgelöste Chaos lege sich demnach allmählich.
Der Hauptflughafen von Jakarta erklärte auf Instagram: "Angesichts der aktuellen vulkanischen Aktivität des Mount Anak Krakatau hat der Soekarno-Hatta International Airport den Flugbetrieb wieder aufgenommen." Zuvor war die Schließung der Flughäfen wiederholt verlängert worden. Die Fluggesellschaften stehen nun vor der logistischen Aufgabe, alle gestrandeten Passagiere in Flugzeugen unterzubringen und an ihre vorgesehenen Ziele zu befördern.
Zu den vier weiteren Flughäfen, die wieder geöffnet wurden, gehören nach Angaben des Verkehrsministeriums der kleinere Halim-Perdanakusuma-Flughafen, der sowohl zivile als auch militärische Flüge abfertigt, sowie der Hussein-Sastranegara-Airport in Bandung, der Hauptstadt der Provinz West-Java. Ein weiterer kleiner Flughafen auf Sumatra nahm den Betrieb nach Angaben des Ministeriums am Montagmorgen wieder auf. Somit sind nur zwei der ursprünglich acht Flughäfen weiterhin geschlossen.
Insgesamt acht indonesische Flughäfen hatten den Betrieb eingestellt, nachdem der mehr als 150 Kilometer von Jakarta entfernte Anak Krakatau am Samstag ausgebrochen war und eine Wolke aus Asche und Lava ausgestoßen hatte. Rund 3000 Flüge wurden gestrichen, am Montag saßen nach Angaben des Verkehrsministeriums mehr als 340.000 Menschen an Flughäfen fest.
Allein am Montagvormittag wurden mehr als 240 Inlands- und Auslandsverbindungen gestrichen oder hatten Verspätung, teilte der Flughafen Soekarno-Hatta mit. Fast 30.000 Passagiere waren demnach davon betroffen.
Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring, wo mehrere tektonische Platten aufeinander treffen. Dadurch gibt es immer wieder Vulkanausbrüche und Erdbeben.
Anak Krakatau bedeutet "Kind des Krakatau". Der Vulkan tauchte erstmals 1927 über dem Meeresspiegel auf - in der Caldera, also der kesselförmigen Vertiefung, die sich durch den gewaltigen Ausbruch seines berüchtigten Vorgängers Krakatau im Jahr 1883 gebildet hatte. Durch diesen Ausbruch - einen der verheerendsten der Menschheitsgeschichte - waren 35.000 Menschen getötet worden.
kas
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