Musk droht Machern von kritischem Dokumentarfilm Klagen an
Tech-Milliardär Elon Musk hat den Machern eines kritischen Dokumentarfilms über ihn Klagen angedroht. In einem jetzt bekannt gewordenen Schreiben wirft Musk-Anwalt Alex Spiro dem Dokumentarfilmer Alex Gibney vor, Falschinformationen zu verbreiten und Musk zu diffamieren. Er droht Gibney und allen in dem Projekt involvierten Unternehmen - darunter Gibneys Produktionsfirma Jigsaw sowie HBO und Universal - deswegen rechtliche Schritte an.
"Musk" hatte am Dienstag beim Filmfestival von Venedig seine Premiere gefeiert und viel Beifall und gute Kritiken erhalten. Der vierstündige Dokumentarfilm zeichnet das Leben und die Karriere des reichsten Menschen der Welt nach, der unter anderem den Elektroautobauer Tesla und das Raumfahrtunternehmen SpaceX führt - und mit seiner Unterstützung für US-Präsident Donald Trump viel Kritik auf sich gezogen hat.
Das Schreiben von Musk-Anwalt Spiro wurde bereits vor der Premiere verschickt. Der Anwalt wirft Oscar-Preisträger Gibney unter anderem vor, einen Faktencheck des Dokumentarfilms mit Musk oder Vertretern des Multimilliardärs verweigert zu haben. Gibney verbreite außerdem eine Verschwörungstheorie, derzufolge Musk bei der US-Präsidentschaftswahl 2024 schon früh wusste, dass Trump gewonnen hatte - weil die Wahl angeblich mit Musks Starlink-Satelliten manipuliert worden war.
Gibneys Produktionsfirma Jigsaw wies die Vorwürfe gegenüber dem Branchenblatt "Hollywood Reporter" zurück. Ein kritischer Blick auf mächtige Persönlichkeiten sei durch das Recht auf freie Meinungsäußerung geschützt. Dieses Recht sollte von allen US-Bürgern verteidigt werden - auch vom Musk-Lager, schließlich habe sich Musk selbst als radikaler Verfechter der Redefreiheit bezeichnet.
fs/
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